Kooperationen und Partnerschaften

Für die Region Steglitz-Zehlendorf gibt es ein verlässliches Kooperationskonzept, an dessen Entstehen unsere Schule maßgeblich beteiligt war. So gibt es seit vielen Jahren sowohl die Institution der Schulhilfekonferenz als auch den Schulzirkel. Beide Kooperationsformen wurden als freiwillige Kooperationsvereinbarung zwischen den Abteilungen Gesundheit, Volksbildung und Jugend per Vertrag beschlossen.
Schulhilfekonferenzen ermöglichen der Schule alle erforderlichen sozialen Dienste zur Beratung eines Einzelfalls einzuberufen, wenn Schüler*innen trotz intensiver Förderung und Beratung in ihrer persönlichen oder geistigen Entwicklung blockiert oder gefährdet scheinen. Wir nutzen dieses Instrument regelmäßig.
In einem Schulzirkel wird eine schul- oder standortspezifische Fragestellung, die von einer Schule formuliert wird, mit außerschulischen Vertreter*innen der Stellen diskutiert und beraten, die dafür entsprechendes Wissen mitbringen. Die Idee der Elternseminare entwickelte sich aus einer solchen beratenden Zusammenkunft unterstützender Dienste. Das Thema Suchtprävention war ein weiteres Thema eines Schulzirkels an unserer Schule.
Mit dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst, dessen Mitarbeiter*innen gemeinsam mit uns passgenaue Hilfen für die Belange unserer Schüler*innen suchen, sowie dem Gewaltbeauftragten und dem/der Präventionsbeauftragten der Polizei unserer Region und deren Mitarbeiter*innen gestaltet sich die Zusammenarbeit ebenso gut wie effektiv.

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Seit 2005 unterstützen uns Mediator*innen des Vereins Seniorpartners In School e.V. (SIS), Brücke zwischen Alt und Jung. Sie bieten Mediationen, Einzelgespräche und Bildungsbegleitung an und arbeiten ehrenamtlich. Um auch in unserer Schule das in Berlin und Deutschland erfolgreiche Konzept wirksam werden zu lassen, sind unsere Mediator*innen bereit, die Jugendlichen im Unterrichtsalltag kennen zu lernen. Weit über ihren Auftrag hinaus arbeiten sie deshalb im Unterricht mit, um so erste Kontakte und eine Vertrauensbasis für spätere Gespräche herzustellen. Der Erfolg dieser zusätzlichen Bereitschaft zeigt sich in der wachsenden Offenheit unserer Jugendlichen gegenüber ihnen fremden, älteren Erwachsenen sowie ihrer zunehmenden Bereitschaft Mediationsangebote anzunehmen. Auch das Kollegium erlebt diese unterstützende Arbeit als Bereicherung.

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Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. besteht inzwischen im dreizehnten Jahr. Angefangen mit der Mädchenarbeit in Gruppen und der Schulsozialarbeit über das Programm Jugendsozialarbeit an Berliner Hauptschulen bis hin zur Ganztagsbetreuung wuchs die Kooperation in den zurückliegenden Jahren stetig.
Das Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. ist ein gemeinnütziger Träger sozialkultureller Angebote und pflegerischer Dienste. Sein Ziel ist es, mit der Verbindung von sozialen, kulturellen und gesundheitsfördernden Aktivitäten, der Ermunterung und der Selbsthilfe zur Beteiligung, zum Engagement und der Entfaltung schöpferischer Fähigkeiten bürgernahe soziale Arbeit zu gestalten und durch fachlich qualifizierte Dienstleistung das Wohlbefinden der Bevölkerung zu fördern.

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Im Rahmen der Jugendhilfe kooperiert die Grundstufe mit allen Einrichtungen im Verbund Zehlendorf Süd-West.
Zwischen dem Kinderhaus Schlachtensee und der Grundstufe wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. 40 Kinder der Schule besuchen diesen Hort.

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Seit dem Schuljahr 2011/12 erhalten wir Unterstützung von Lesepat*innen. Obwohl deren Unterstützung eigentlich nur für Brennpunktgebiete vorgesehen ist, konnten wir diese Kooperation erreichen, da wir Jugendliche auf der Flucht sofort in die Regelklassen integrieren und auch bei deutschen Jugendlichen die Überprüfung der Lernausgangslage in Klassenstufe 7 weiterhin jedes Jahr erhebliche Ausfälle in den Fächern Deutsch und Mathematik deutlich macht. Wir sind deshalb auch auf der Suche nach Rechenpat*innen.

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Psychomotorik mit den Physiotherapeutinnen Christine Algenstaedt und Susan Schagen. Unter Psychomotorik verstehen wir das Zusammenspiel der körperlichen und seelischen Fertigkeiten des Menschen, die sich gegenseitig beeinflussen und voneinander abhängig sind. Dieses Zusammenspiel zeigt den individuellen Entwicklungsstand eines Kindes. Bezogen auf die kindliche Entwicklung bedeutet dies, dass ein Kind seine Umwelt vor allem durch Handlungen (Bewegungen) kennenlernt und sich handelnd mit dieser Umwelt auseinandersetzt. Die Grundlage seiner Entwicklung ist die Entwicklung der Bewegungsfähigkeit. Darauf bauen Wahrnehmung, Spracherwerb und emotionale und intellektuelle Fähigkeiten auf. Jedes Kind bringt für seine Entwicklung individuell unterschiedliche Stärken (und Schwächen) mit. Die Psychomotorik trägt über Bewegungserlebnisse/ -erfahrungen zur Stabilisierung der Persönlichkeit bei, um den Anforderungen des Lebens, insbesondere denen der Schule, gewachsen zu sein.
Inhalte der Psychomotorik-Stunde: Ziel ist es, das Bewusstsein für den Körper, die Sinne und die Gefühle herzustellen. Körperliche Fähigkeiten: Geschicklichkeit, Koordination, Kraft und Sprungkraft, Gleichgewicht, Beschleunigen und Stoppen Personale Fähigkeiten: Wahrnehmungsbereiche, Körpergefühl, Selbstbewusstsein, Selbstbild, Kreativität bei Handlungen Ausdruck von emotionalen Stimmungen wie Freude/ Ärger, Selbstwertgefühl, Erfolgserlebnisse, selbst bestimmen und selbst einschätzen, sich und andere spüren Es werden Hilfen gegeben, die gemachten Erfahrungen in den Alltag zu übertragen und zu integrieren. Die Anforderungen sind niemals defizitorientiert, sondern setzen in dem Bereich an, den das Kind noch beherrscht und sich zutraut.