Stolpersteine am Tietzenweg 54

Im Frühjahr 2022 wird die Stolpersteininitiative der A11, bestehend aus Juliane, Kim, Floris und Charlotte vor dem Tietzenweg 54 Stolpersteine für vier ermordete Menschen verlegen, deren letzter freiwilliger Wohnsitz an dieser Adresse war.

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Unter den Ermordeten befindet sich auch die damals sechszehnjährige Marion Lola Sommerfeld. Das am 3.5. 1926 in Berlin geborene Mädchen lebte seit ca. 1940 für etwa zwei Jahre bei dem Bankier Ludwig Simon. Sie wohnte dort ohne ihre bis dahin in Wilmersdorf lebende Mutter, über deren weiteres Schicksal seit 1940 nichts bekannt ist. Marion verließ 1940 die VIII. Private Jüdische Volksschule in der Joachimsthaler Str. 13 und wird etwa um diese Zeit nach Lichterfelde gezogen sein. Im Haus von Ludwig Simon wohnten auch Betty und Benno Sommerfeld, die wahrscheinlich Marions Großeltern waren. Alle drei wurden 1942 innerhalb eines Vierteljahres deportiert.


Am 18. November 2021 hat die Stolpersteingruppe durch das Putzen der Gedenksteine von Josef Wirmer vor der Dürerstraße 17 und von Tillie, Adolf und Edwin Rewald vor der Augustastraße 37 und das Niederlegen von Rosen dieser Ermordeten gedacht (s. Fotos).

Vielen Dank für die zahlreichen Spenden, die die Stolperstein-Kosten von 480 € trugen!